Mobile First und der letzte Einkauf

Mobile First lautet seit geraumer Zeit das Mantra in der Web Entwicklung: Erst die mobile Anwendung, dann alles weitere darum herum entwickeln. Das Klang zunächst gewagt. Hierzulande berichteten Anfang 2015 die ersten Medien, dass die mobilen Abrufe die der »eigentlichen« Website übersteigen. Ein morgendlichen Blick in öffentliche Verkehrsmittel lässt deutlich werden, dass die Angebotsstarts von Shopping-Clubs um 7 Uhr clever sind. Das Smartphone ist zum Alltagsgegenstand geworden.

Wir fragten uns, mit welchem Internet-Zugangsgerät der Online-Nutzer seine Einkäufe tätigt und wie er sich davor informiert. Insgesamt wurden dafür 20.000 Internet-Shopper zu ihrem letzten Einkauf um Auskunft gebeten, darunter waren 1.300 Smartphone-Einkäufer.

6 % tätigten den letzten Einkauf mit dem Smartphone

Vor dem letzten Einkauf haben sich 14,0 % der Online-Einkäufer mit ihrem Smartphone über das Produkt und den Preis informiert. Im Vergleich zum Vorjahr hat dieser Wert um 25 % zugelegt (von 11,2 %), liegt allerdings noch auf einem überschaubaren Niveau. Immerhin geben knapp die Hälfte der Befragten (6,1 %) an, dass sie dann auch schließlich mit dem Smartphone eingekauft haben.

Informieren per Smartphone, kaufen über ein anderes Gerät

Fitness-Apps von jedem 3. Smartphone-User genutzt

Die Sommersaison steht vor der Tür – doch bei manchem ist die Sommerfigur für das Freibad noch in weiter Ferne. In einer solchen Lage verspricht – wieder einmal – das allgegenwärtige Smartphone Abhilfe.

Zahlreiche Apps stehen bereit, um Fitness- und Ernährungspläne und -vorsätze zu unterstützen. Auf iPhones ist die Health-App inzwischen bereits vorinstalliert, speziell für Android-Smartphones wurde die Gesundheits-App Google Fit entwickelt. Doch wer macht von diesem App-Angebot tatsächlich Gebrauch?

Fitness-Apps sind vor allem für junge Smartphone-Nutzer ein beliebter Fitness-Coach

Die W3B-Studie befragte 2.600 deutsche Smartphone-Besitzer und fand heraus: Immerhin jeder dritte Smartphone-User (32,9 %) nutzt auf seinem mobilen Gerät mindestens eine App aus dem Bereich Fitness, Gesundheit und Ernährung.

Es zeigt sich, dass das Smartphone vor allem für junge User ein beliebter Fitness-Coach ist. Während in der Gruppe der 30- bis 50-Jährigen in etwa jeder dritte Fitness-Apps nutzt, sind es bei den Unter-20-Jährigen deutlich über zwei Drittel. Unter den Silver-Surfern dagegen ist lediglich ca. jeder fünfte Nutzer.

Jeder dritte Smartphone-Besitzer nutzt Fitness-Apps

Kaufvorbereitung in der Multi Device-Welt

Ein Ende des Mobile-Booms ist nicht in Sicht. Zwar stagnieren einigen Umsatzstatistiken zufolge die Tablet-Verkäufe mittlerweile, die Verbreitung von Smartphones dagegen nimmt stetig weiter zu. Fakt ist: Mobile Endgeräte haben bemerkenswerte Auswirkungen auf Nutzungsszenarien, Kaufentscheidungen und Einkaufsverhalten im Internet. Die relativ homogenen, hinreichend erforschten Nutzungssituationen an stationären Endgeräten werden durch eine zunehmende Fragmentierung abgelöst.

So ist z. B. die Intensität der Kaufvorbereitung davon abhängig, mit welchem Endgerät gekauft bzw. gebucht wird. Während sich bei den Einkäufern per PC, Laptop und Tablet jeweils über drei Viertel der Käufer vorab informierten, waren es bei Smartphones weniger als zwei Drittel. Der Kauf per Smartphone erfolgt demnach häufiger spontan als bei anderen Geräten.

Per Smartphone wird häufiger spontan gekauft

Smart Home attraktiv für Mieter und Eigenheimbesitzer

2015 könnte das Jahr sein, in dem das Thema Smart Home endgültig Fahrt aufnimmt: Die Vernetzung von Haustechnik und -geräten nimmt immer weiter zu. Ob Licht, Heizung, Belüftung, Fernseher: Alles kann via Internet kontrolliert und gesteuert werden – sei es mobil per Smartphone und Tablet oder zu Hause mit dem Computer.

Anbieter von Smart Home-Technologien bauen auf großes Nachfragepotential – und das zu Recht: Den Ergebnissen des W3B Report Smart Home – Connected Home zufolge, für den Fittkau & Maaß Consulting über 3.500 deutsche Internet-Nutzer befragte, ist jeder zweite Online-Nutzer an deren Einsatz interessiert.

Interesse am Smart Home

Dabei sind Smart Home-Interessenten nicht nur unter Eigenheimbesitzern zu finden – auch für Mieter ist das Thema durchaus relevant. Unter den Smart Home-Interessenten befinden sich tatsächlich ebenso viele Mieter wie Eigentümer: Insgesamt 52 % der befragten Smart Home-Interessierten leben in einer Mietwohnung bzw. einem gemieteten Haus – 48 % besitzen eine eigene Wohnung bzw. ein eigenes Haus.

Smart Home-Interessenten: 52 % sind Mieter, 48 % Eigenheimbesitzer

Smart Home verspricht Sicherheit und Komfort

Ob Smart Home oder Connected Home – die digitale Vernetzung von Haustechnik, technischen Geräten und Alltagsgegenständen über das Internet zählt zu den Top-Trendthemen des Jahres.

Die Technologien des Smart Home gelten aktuellen Prognosen zufolge als Wachstumsmarkt – über Geschwindigkeit und Höhe des Wachstums werden gleichwohl die Nachfrager entscheiden. Der neue W3B Report »Connected Home – Smart Home« nimmt daher einen umfassenden Reality Check des Themas aus der Perspektive aktueller und potentieller Smart Home-Anwender vor. 3.500 deutsche Internet-Nutzer wurden hierzu befragt.

Smart Home ist für jeden zweiten Nutzer interessant – jeder vierte hat Vorbehalte

Den Studienergebnissen zufolge hat das Smart Home für weite Nutzerkreise die Schwelle von der Vision zur Wirklichkeit bereits überschritten – gleichzeitig können bzw. wollen manche Zielgruppen mit diesem Thema noch gar nichts anfangen.

Besonders großes Interesse besteht in der Internet-Nutzerschaft daran, elektronische Geräte im Haushalt (z. B. Fernseher, DVD-Player, Waschmaschinen) mit dem Internet zu vernetzen: 58 % der befragten Online-Nutzer gaben an, dass sie Technologien dieser Art gern einsetzen möchten oder sogar bereits aktiv nutzen. Knapp jeder fünfte Befragte hat schlichtweg kein Interesse daran; in etwa ebenso viele geben an, dass die Nutzung für sie »grundsätzlich nicht in Frage kommt«.

Auch der Anteil der Interessenten an vernetzter Wohnungs- bzw. Haustechnik (z. B. Heizungs-, Lüftungs-, Alarmanlagen, Beleuchtung) ist mit knapp 50 % durchaus beachtlich. Allerdings fällt hier der Anteil der Ablehner größer aus – er liegt bei gut 25 %.

Leben im Smart Home für viele Online-Nutzer attraktiv

Me-Commerce verkaufsfördernd bei jedem 4. Online-Käufer

Me-Commerce – in Zeiten wachsenden Preiskampfs und sinkender Kundenloyalität setzen viele E-Commercer große Hoffnungen in die nächste Generation der Webshop-Personalisierung: Me-Commerce soll dabei helfen, neben übermächtigen Konkurrenten – allen voraus Amazon – zu bestehen. Die kundenindividuelle, persönliche Ansprache von Webshop-Besuchern gilt als wichtiges Instrument, um Kundenbindung und Conversion zu steigern.

W3B Report zum Me-Commerce aus Nutzersicht

Ziel des Me-Commerce ist es, Webshop-Besuchern ein ganz persönliches Besuchserlebnis zu bieten, das sie auf möglichst direktem Weg zu den Produkten und Angeboten führt, nach denen sie (bewusst oder unbewusst) suchen.

Doch wissen (potentielle) Kunden die Personalisierungsbemühungen der Webshop-Betreiber zu schätzen? Wo liegen die Chancen – und wann sind Schmerzgrenzen überschritten? Fittkau & Maaß Consulting untersucht das Thema Me-Commerce in einem neuen Report aus Sicht von Online-Nutzern und -Käufern. Die Befragungsergebnisse von mehr als 4.300 Internet-Nutzern weisen sowohl auf Potentiale als auch auf Spannungsfelder hin.

Me Commerce Akzeptanz und Ablehnung personalisierter Webshops hält sich die Waage

Informationsverhalten bei Kaufentscheidung variiert deutlich

Das Informationsverhalten im Vorfeld einer Kaufentscheidung wird durch immer mehr Informationsquellen und Faktoren beeinflusst – und ist zudem stark abhängig vom jeweiligen Käufer: Während sich die einen lieber auf die persönliche Meinung anderer Nutzer verlassen, sind andere eher auf der Suche nach harten Fakten, z. B. auf Test- und Preisvergleichs-Websites. Auch die Produktgattung ist in hohem Maße für den Verlauf der Customer Journey ausschlaggebend.

Informationsverhalten ist abhängig vom Produkt

Technische Geräte sind prädestiniert für den Einkauf via Internet: Testberichte, Preisvergleiche, Nutzermeinungen u. v. m. machen dem potentiellen Kunden die zielgerichtete Information vor dem Kauf einfach. Entsprechend lang ist die Liste der verschiedenen Info-Touchpoints, die Nutzer vor dem Kauf z. B. von Haushaltsgeräten ansteuern. Der Online-Kauf von Kleidung dagegen findet häufig (bei 38 %) statt, ohne dass vorab aktiv recherchiert wird. Zudem spielen beim Modekauf Offline-Informationsquellen – selbst für Internet-Nutzer – eine wichtige Rolle: Mit 23 % ist der Anteil der Online-Einkäufer, die sich vorab über gedruckte Kataloge bzw. Prospekte informiert haben, mit Abstand auf Platz 1 des Rankings. Auch Webshops dienen häufig der Vorab-Information, ebenso wie Suchmaschinen.

Informationsverhalten bei der Kaufentscheidung - die Quellen variieren je nach Produkt

Sind Wearables die neuen Must-haves?

Wearables wie Smartwatches und Fitness-Armbänder zählen zu den neuen Hypes der Online-Welt. Der neue W3B Report Wearables: Smartwatches und Fitness-Armbänder befragte dazu mehr als 11.000 deutsche Online-User und untersucht, ob Euphorie für die neuen Technologien von den Endverbrauchen geteilt

Smartwatches und Fitness-Armbänder: Kaum Besitzer, aber 30 % Interessenten

Smartwatches und Fitness-Armbänder: Sogenannte Wearables, die am Handgelenk getragen werden und meist zusammen mit einem Smartphone u. a. als Internet-Zugangsgerät oder Fitness-Monitor dienen, haben im Hinblick auf Nutzerfreundlichkeit und Einsatzspektrum bemerkenswerte Fortschritte gemacht.

Zahlreiche Anbieter arbeiten an neuen Modellen und Technologien. In Kürze soll sogar eine »iWatch« von Apple erscheinen und etablierten Marken wie Garmin, Jawbone und Samsung Konkurrenz machen. Dabei gehen die Expertenmeinungen zu den Erfolgsaussichten der Wearables – wieder einmal – weit auseinander.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen klar, dass die Gruppe der Besitzer von Wearables in Deutschland noch sehr überschaubar ist: Weniger als einer von hundert Internet-Nutzern (0,8 Prozent) nutzt bereits eine Smartwatch; bei Fitness-Armbändern sind es nur unwesentlich mehr, nämlich 1,4 Prozent.

Dennoch: »Die Zielgruppenpotentiale für Wearables sind durchaus beachtlich«, so Susanne Fittkau. Immerhin geben insgesamt rund 30 Prozent der deutschen Internet-Nutzer an, an der Nutzung einer Smartwatch und/oder eines Fitness-Armbands interessiert zu sein.

Smartwatches: Noch wenige Besitzer, aber viele Interessenten

Der Kreis der Smartwatch-Interessenten fällt mit 24 Prozent geringfügig größer aus als der der Fitness-Armband-Interessierten. Vor allem junge, technologie- und trendaffine Männer zählen zu den aktuellen Smartwatch-Nutzern und -Interessenten.

Wearables - eine Smartwatch nutzt bereits weniger als einer von hundert Internet-Nutzern (0,8 Prozent)

Fehlende Zahlungsart größter Conversion Killer

Das Fehlen der bevorzugten Zahlungsart ist mit rund 30 % der am häufigsten genannte Grund, weshalb  Online-Einkäufer einen begonnenen Kaufvorgang in einem Webshop abbrechen. Auch zu komplizierte Bestellvorgänge, technische Probleme sowie Schwierigkeiten, das gewünschte Produkt im Webshop zu finden, sind Aspekte, die viele potentielle Kunden letztlich vom finalen Kaufabschluss abhalten – meist wären diese mit Hilfe von Nutzerbefragungen oder Usability Tests vermeidbar.

Conversion Killer - die fehlende Zahlungsart häufigster Grund für einen Abbruch des Einkaufs im Internet

Lebensmitteleinkauf am häufigsten bei Amazon

Der Lebensmitteleinkauf via Internet erwacht aus dem Dornröschenschlaf. Große Handelsketten wie REWE und EDEKA haben ihre virtuellen Ladentüren frisch gestrichen und weit geöffnet – und erfreuen sich ansehnlicher Käuferströme. Allerdings trifft dies vor allem auf die internationalen Big Player, allen voran Amazon, zu: Hier haben bislang die meisten Internet-Nutzer ihre Online-Lebensmitteleinkäufe getätigt. Wird der Lebensmittelvertrieb im Internet etwa den Big Playern des Internets überlassen?

Der neue W3B Report Lebensmittel im Internet untersucht aktive und potentielle Lebensmittelkäufer, deren Verhalten und Präferenzen – und zeigt Potentiale und konkrete Handlungsanweisungen für Lebensmittelhersteller und Supermärkte im Internet auf. Hierfür wurden von W3B im April/Mai 2014 über 5.000 Online-Käufer und -Kaufinteressenten befragt.

Potential der Lebensmittelkäufer und Kaufinteressenten bei fast 40 %

Lebensmittel zählen zu den wenigen Warengruppen im deutschen Markt, deren Vertrieb bisher (noch) nicht nennenswert vom Internet-Handel beeinflusst wurde. Den Umfrageergebnissen des neuen W3B Report Lebensmittel im Internet zufolge besteht auf Seiten der Nachfrager ein beachtliches Potential: Ein Fünftel der deutschen Internet-Nutzer hat schon online Lebensmittel eingekauft (die meisten davon bereits mehrfach), ein weiteres Sechstel zählt zum Kreis der Kaufinteressenten.

Jeder Fünfte kauft Lebensmittel im Internet, jeder Sechste ist interessiert