Me-Commerce verkaufsfördernd bei jedem 4. Online-Käufer

Me-Commerce – in Zeiten wachsenden Preiskampfs und sinkender Kundenloyalität setzen viele E-Commercer große Hoffnungen in die nächste Generation der Webshop-Personalisierung: Me-Commerce soll dabei helfen, neben übermächtigen Konkurrenten – allen voraus Amazon – zu bestehen. Die kundenindividuelle, persönliche Ansprache von Webshop-Besuchern gilt als wichtiges Instrument, um Kundenbindung und Conversion zu steigern.

W3B Report zum Me-Commerce aus Nutzersicht

Ziel des Me-Commerce ist es, Webshop-Besuchern ein ganz persönliches Besuchserlebnis zu bieten, das sie auf möglichst direktem Weg zu den Produkten und Angeboten führt, nach denen sie (bewusst oder unbewusst) suchen.

Doch wissen (potentielle) Kunden die Personalisierungsbemühungen der Webshop-Betreiber zu schätzen? Wo liegen die Chancen – und wann sind Schmerzgrenzen überschritten? Fittkau & Maaß Consulting untersucht das Thema Me-Commerce in einem neuen Report aus Sicht von Online-Nutzern und -Käufern. Die Befragungsergebnisse von mehr als 4.300 Internet-Nutzern weisen sowohl auf Potentiale als auch auf Spannungsfelder hin.

Me Commerce Akzeptanz und Ablehnung personalisierter Webshops hält sich die Waage

Informationsverhalten bei Kaufentscheidung variiert deutlich

Das Informationsverhalten im Vorfeld einer Kaufentscheidung wird durch immer mehr Informationsquellen und Faktoren beeinflusst – und ist zudem stark abhängig vom jeweiligen Käufer: Während sich die einen lieber auf die persönliche Meinung anderer Nutzer verlassen, sind andere eher auf der Suche nach harten Fakten, z. B. auf Test- und Preisvergleichs-Websites. Auch die Produktgattung ist in hohem Maße für den Verlauf der Customer Journey ausschlaggebend.

Informationsverhalten ist abhängig vom Produkt

Technische Geräte sind prädestiniert für den Einkauf via Internet: Testberichte, Preisvergleiche, Nutzermeinungen u. v. m. machen dem potentiellen Kunden die zielgerichtete Information vor dem Kauf einfach. Entsprechend lang ist die Liste der verschiedenen Info-Touchpoints, die Nutzer vor dem Kauf z. B. von Haushaltsgeräten ansteuern. Der Online-Kauf von Kleidung dagegen findet häufig (bei 38 %) statt, ohne dass vorab aktiv recherchiert wird. Zudem spielen beim Modekauf Offline-Informationsquellen – selbst für Internet-Nutzer – eine wichtige Rolle: Mit 23 % ist der Anteil der Online-Einkäufer, die sich vorab über gedruckte Kataloge bzw. Prospekte informiert haben, mit Abstand auf Platz 1 des Rankings. Auch Webshops dienen häufig der Vorab-Information, ebenso wie Suchmaschinen.

Informationsverhalten bei der Kaufentscheidung - die Quellen variieren je nach Produkt

Sind Wearables die neuen Must-haves?

Wearables wie Smartwatches und Fitness-Armbänder zählen zu den neuen Hypes der Online-Welt. Der neue W3B Report Wearables: Smartwatches und Fitness-Armbänder befragte dazu mehr als 11.000 deutsche Online-User und untersucht, ob Euphorie für die neuen Technologien von den Endverbrauchen geteilt

Smartwatches und Fitness-Armbänder: Kaum Besitzer, aber 30 % Interessenten

Smartwatches und Fitness-Armbänder: Sogenannte Wearables, die am Handgelenk getragen werden und meist zusammen mit einem Smartphone u. a. als Internet-Zugangsgerät oder Fitness-Monitor dienen, haben im Hinblick auf Nutzerfreundlichkeit und Einsatzspektrum bemerkenswerte Fortschritte gemacht.

Zahlreiche Anbieter arbeiten an neuen Modellen und Technologien. In Kürze soll sogar eine »iWatch« von Apple erscheinen und etablierten Marken wie Garmin, Jawbone und Samsung Konkurrenz machen. Dabei gehen die Expertenmeinungen zu den Erfolgsaussichten der Wearables – wieder einmal – weit auseinander.

Die Ergebnisse der Befragung zeigen klar, dass die Gruppe der Besitzer von Wearables in Deutschland noch sehr überschaubar ist: Weniger als einer von hundert Internet-Nutzern (0,8 Prozent) nutzt bereits eine Smartwatch; bei Fitness-Armbändern sind es nur unwesentlich mehr, nämlich 1,4 Prozent.

Dennoch: »Die Zielgruppenpotentiale für Wearables sind durchaus beachtlich«, so Susanne Fittkau. Immerhin geben insgesamt rund 30 Prozent der deutschen Internet-Nutzer an, an der Nutzung einer Smartwatch und/oder eines Fitness-Armbands interessiert zu sein.

Smartwatches: Noch wenige Besitzer, aber viele Interessenten

Der Kreis der Smartwatch-Interessenten fällt mit 24 Prozent geringfügig größer aus als der der Fitness-Armband-Interessierten. Vor allem junge, technologie- und trendaffine Männer zählen zu den aktuellen Smartwatch-Nutzern und -Interessenten.

Wearables - eine Smartwatch nutzt bereits weniger als einer von hundert Internet-Nutzern (0,8 Prozent)

Fehlende Zahlungsart größter Conversion Killer

Das Fehlen der bevorzugten Zahlungsart ist mit rund 30 % der am häufigsten genannte Grund, weshalb  Online-Einkäufer einen begonnenen Kaufvorgang in einem Webshop abbrechen. Auch zu komplizierte Bestellvorgänge, technische Probleme sowie Schwierigkeiten, das gewünschte Produkt im Webshop zu finden, sind Aspekte, die viele potentielle Kunden letztlich vom finalen Kaufabschluss abhalten – meist wären diese mit Hilfe von Nutzerbefragungen oder Usability Tests vermeidbar.

Conversion Killer - die fehlende Zahlungsart häufigster Grund für einen Abbruch des Einkaufs im Internet

Lebensmitteleinkauf am häufigsten bei Amazon

Der Lebensmitteleinkauf via Internet erwacht aus dem Dornröschenschlaf. Große Handelsketten wie REWE und EDEKA haben ihre virtuellen Ladentüren frisch gestrichen und weit geöffnet – und erfreuen sich ansehnlicher Käuferströme. Allerdings trifft dies vor allem auf die internationalen Big Player, allen voran Amazon, zu: Hier haben bislang die meisten Internet-Nutzer ihre Online-Lebensmitteleinkäufe getätigt. Wird der Lebensmittelvertrieb im Internet etwa den Big Playern des Internets überlassen?

Der neue W3B Report Lebensmittel im Internet untersucht aktive und potentielle Lebensmittelkäufer, deren Verhalten und Präferenzen – und zeigt Potentiale und konkrete Handlungsanweisungen für Lebensmittelhersteller und Supermärkte im Internet auf. Hierfür wurden von W3B im April/Mai 2014 über 5.000 Online-Käufer und -Kaufinteressenten befragt.

Potential der Lebensmittelkäufer und Kaufinteressenten bei fast 40 %

Lebensmittel zählen zu den wenigen Warengruppen im deutschen Markt, deren Vertrieb bisher (noch) nicht nennenswert vom Internet-Handel beeinflusst wurde. Den Umfrageergebnissen des neuen W3B Report Lebensmittel im Internet zufolge besteht auf Seiten der Nachfrager ein beachtliches Potential: Ein Fünftel der deutschen Internet-Nutzer hat schon online Lebensmittel eingekauft (die meisten davon bereits mehrfach), ein weiteres Sechstel zählt zum Kreis der Kaufinteressenten.

Jeder Fünfte kauft Lebensmittel im Internet, jeder Sechste ist interessiert

Aufdringliche Werbung mit fatalen Folgen

Wer kennt das nicht: Gestern hat man die Website einer tollen Marke besucht oder sich über ein Produkt in einem Webshop informiert – heute scheint einen die Online-Werbung dafür zu »verfolgen«, wohin man auch schaut.

Werbung dieser Art kann höchst wirksam sein wenn es darum geht, potentielle Käufer zu motivieren, ein bestimmtes Produkt online zu bestellen. Sie kann aber auch negative Auswirkungen haben – z. B. wenn der Kunde von dem Produkt eigentlich gar nicht so begeistert war, oder wenn es der Werbedienstleister mit der Häufigkeit der Erinnerungen zu gut gemeint hat.

Wie Internet-Nutzer mit Online-Werbung umgehen, die ihnen mehrfach im Internet »begegnet« und auffällt, wird im Rahmen des W3B Report Werbung im Internet und Mobile Web untersucht. Ausgewählte Ergebnisse dazu lesen Sie hier:

Ein Drittel der Internet-Nutzer lehnt aufdringliche Werbung ab

»Angenommen, Ihnen begegnet auf verschiedenen Websites mehrmals hintereinander immer wieder die gleiche Werbung eines bestimmten Webshops (z. B. für ein konkretes Produkt oder Sonderangebot). Wie reagieren Sie?«

Diese Frage beantworten 60 % der befragten Internet-Nutzer neutral/gelassen bis gelangweilt. 35 % fühlen sich dadurch sehr gestört. Immerhin knapp 5 % freuen sich über diese Art der Erinnerung an gesehene Produkte und Websites. Dabei handelt es sich um jüngere Zielgruppen (51 % sind jünger als 35 Jahre), die häufig spontan kaufen, gern Neues ausprobieren, qualitätsbewusst sind und beim Einkaufen durchaus auf Preise achten. Interessant ist auch, das über 60 % dieser Personen angeben, dass sie von Bekannten um Rat für Kaufentscheidungen gefragt werden (im Internet-Durchschnitt liegt dieser Wert bei unter 40 %).

Zu aufdringliche Werbung stört 35 % der Internet-Nutzer

Smart Home – Interesse bei Mehrheit der Internet-Nutzer

An Angeboten rund um das »Smart Home« mangelt es nicht. Zahlreiche Unternehmen bieten bereits Produkte und Lösungen für »intelligent« vernetzte Haustechnik und -geräte an. Immer wieder kommen neue innovative Anbieter hinzu – oder werden, wie kürzlich Nest Labs, von größeren übernommen. Auch in Deutschland ist der Markt anbieterseitig in Bewegung – jedoch bei weitem noch nicht erschlossen. Die Zukunftschancen werden wie üblich von der Nachfrageseite bestimmt. Im Rahmen der W3B Studie wurden daher mehr als 27.000 deutsche Internet-Nutzer zu ihrem konkreten Interesse an der Smart Home-Nutzung befragt.

Das Ergebnis: Grundsätzlich ist die Bereitschaft der Nutzer, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen, ausgesprochen hoch: Nur ca. jeder Fünfte äußert grundlegendes Desinteresse. Über drei Viertel der befragten deutschen Internet-Nutzer (78 %) stehen jedoch der Nutzung von Smart Home-Technologien grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber. Vor allem in jungen Altersgruppen finden sich viele Interessenten, ebenso unter den trendorientierten Usern. Ein hohes Preisbewusstsein dagegen ist offensichtlich kein Treiber für das Interesse am Thema Smart Home.

Smart Home hat Potential: Mehr als drei Viertel der Internet-Nutzer interessieren sich für möglich Anwendungen

Weihnachtsgeschäft 2013: Weihnachtsgeschenke werden immer häufiger online gekauft

Spätestens mit dem Start der vorweihnachtlichen Rabattaktionen wie dem Black Friday und dem Cyber Monday läuft das diesjährige Weihnachtsgeschäft im Internet auf Hochtouren. Es wird erwartet, dass es auch in diesem Jahr durch hohe Wachstumsraten gekennzeichnet ist. Wer heute das Internet nutzt, erledigt mit großer Wahrscheinlichkeit auch Weihnachtseinkäufe im Netz. Dabei spielen mobile Endgeräte bereits eine beachtliche Rolle.

Den W3B-Daten zufolge plant die große Mehrheit (87 %) der deutschen Internet-Nutzer, in diesem Jahr Weihnachtsgeschenke zu kaufen. Dabei werden die meisten für ihre vorweihnachtlichen Einkäufe das Internet nutzen: Insgesamt 64 % der Online-Nutzer wollen online oder mobil Geschenke bestellen. Weniger als jeder Vierte (23 %) gibt an, dass er es vorzieht, Weihnachtsgeschenke fast ausschließlich »offline« in Geschäften außerhalb des Internet zu erwerben.

Immer mehr Internet-Nutzer tätigen Weinachtseinkäufe per PC, Laptop, Tablet PC und Smartphone

Großteil des Tablet PC Commerce erfolgt via iPad

Der Boom auf dem Tablet PC Markt ist ungebremst. Immer mehr Deutsche besitzen bereits einen eigenen Tablet PC oder planen, ein solches Gerät anzuschaffen. Die Zielgruppe der Nutzer von iPad & Co. findet unter Marketing- und Vertriebsexperten große Beachtung, gilt sie doch als überdurchschnittlich konsumfreudig und kaufkräftig. Zu Recht?

Den Ergebnissen des W3B-Report zufolge besitzt heute mehr als jeder vierte deutsche Internet-Nutzer (27 %) einen Tablet PC, Tendenz rasch steigend: Vor einem Jahr lag dieser Wert noch bei ca. 14 %, vor zwei Jahren bei 7 %. Der Anteil der Tablet PC-Nutzer hat sich somit von Jahr zu Jahr praktisch verdoppelt. Zurzeit teilt sich die Gemeinde der Tablet-Besitzer in zwei nahezu gleich große Gruppen: 50,2 % der befragten Internet-Nutzer besitzen ein Apple iPad, 48,8 % ein Gerät eines anderen Herstellers bzw. mit einem anderen Betriebssystem, i. d. R. Android oder Windows.

Die Unterschiede im Tablet-Nutzungsverhalten zwischen iPad-Usern und Besitzern anderer Tablet PCs sind beachtlich. So wird das iPad von seinen Nutzern deutlich intensiver eingesetzt als Tablets anderer Hersteller. Sowohl Nutzungsbereiche als auch -orte sind bei iPads im Vergleich zu anderen Gerättypen deutlich vielfältiger und breiter gefächert. Abweichungen von 10 Prozentpunkten (z. B. beim Abruf von Wetter-, Verkehrs- oder Sportnachrichten oder bei der Facebook-Nutzung per Tablet PC) sind keine Seltenheit.

Profilvergleich der Besitzer von iPads und anderen Tablet PCs

Jeder fünfte Second Screen ist der Fernseher selbst

Ob »First Screen« oder »Second Screen«, Bildschirme und Displays sind in den Alltag fest integriert – Computer, Laptops, Tablet PCs und Smartphones sind in (fast) jedem Haushalt vorhanden. Kein Wunder, dass diese Bildschirme neben dem Griff zum Getränk oder in die Chipstüte auch bei der beliebtesten Freizeitbeschäftigung der Deutschen, dem Fernsehen, eine Rolle spielen.

Auf die Frage, ob die deutschen Internet-Nutzer am Vortag ferngesehen haben, antworteten 82 % mit »Ja«. Nur bei deutlich weniger als jedem Zweiten (43 %) kam dabei dem Fernsehgerät die ungeteilte Aufmerksamkeit zu – die Mehrheit war durch mindestens einen weiteren Bildschirm abgelenkt.

Laptops und Smartphones werden am häufigsten als Second Screen genutzt