Mobile Commerce: Viele mobile Einkäufe von zu Hause aus

Die Verbreitung von Smartphones in Deutschland steigt weiter ungebremst. Immer mehr Smartphone-Besitzer entdecken für sich den Einsatz der mobilen Internet-Endgeräte zum Surfen und zu Mobile Commerce. Die Online-Nutzungsszenarien werden dadurch immer vielfältiger – praktisch überall und jederzeit kann nun online eingekauft und gebucht werden. Für Webshop-Betreiber wird es immer wichtiger, die typischen Nutzungsverhaltensweisen und -vorlieben ihrer mobilen Zielgruppen zu kennen. Doch wie mobil ist Mobile Commerce tatsächlich?

Mobile Commerce: Orte des Einkaufs mit dem Smartphone

Beliebtester Webbrowser bleibt Firefox

Der Krieg der Webbrowser, der Verdrängungswettbewerb unter den »Benutzeroberflächen für Webanwendungen«, tobt von Beginn an im World Wide Web. Denn wer den am häufigsten genutzten Webbrowser stellt, der kann mit dessen Funktionen die Entwicklung der Websites steuern. Die Entwicklung der Verbreitung der verschiedenen Browser war in der Vergangenheit äußerst dynamisch – und bleibt vermutlich auch in der Zukunft in Bewegung. Im Folgenden ein paar aktuelle und »historische« Daten und Fakten zum Wettrennen der Browser.

Firefox ist mit Abstand der am weitesten verbreitete Webbrowser, Internet Explorer und Chrome fast gleichauf auf Platz zwei und drei

Aktuell steht Firefox auf Platz eins der Rangliste, mit großem Abstand folgen der Internet Explorer und Chrome. Es zeichnet sich ab, dass Google schon bald die Nummer zwei der Webbrowser stellen könnte. Nach kurzer Stagnation ist der Firefox-Anteil wieder gestiegen. Grund hierfür sind möglicherweise die Nutzer älterer Microsoft Windows Installationen (immerhin auf ca. einem Drittel aller Computer), auf denen kein neuerer Internet Explorer mehr installiert werden kann. Safari, Opera und weitere Browser spielen derzeit keine wichtige Rolle im Browser-Wettkampf.

Firefox ist der beliebteste Webbrowser im Internet

Lebensmittel im Internet

Der Verkauf von Lebensmitteln im Internet boomt – der Eindruck entsteht, wenn man die digitalen Aktivitäten von Edeka, Rewe, Food.de und anderen verfolgt. Doch wie so häufig gehen bei diesem Thema die Meinungen auseinander: Was für den einen ein lukrativer Zukunftsmarkt ist, stellt für den anderen lediglich ein unwirtschaftliches Experiment dar.

Der Vertriebskanal »Internet« stellt für viele deutsche Lebensmittelhändler einen großen Hoffnungsträger dar, gilt doch der stationäre Lebensmitteleinzelhandel als weitgehend gesättigt. Doch wie so häufig gehen beim Thema Lebensmittel im Internet die Meinungen der Experten auseinander: Während die einen ihm eine goldene Zukunft voraussagen und massiv in digitale Vertriebskanäle investieren, halten ihn die anderen lediglich für eine unwirtschaftliche Spielerei.

Die Ergebnisse der W3B-Umfrage zum Thema Lebensmittel im Internet unter 4.800 deutschen Internet-Nutzern zeichnen ein eher ernüchterndes Bild – zumindest was den Vertrieb des klassischen Supermarkt-Sortimentes anbetrifft. Denn beim Einkauf von Lebensmitteln des täglichen Bedarfs halten sich die Online-Nutzer noch immer zurück: So haben bis dato lediglich knapp 6 % der deutschen Internet-Nutzer schon einmal frische Lebensmittel (z. B. Obst, Gemüse, Milch, Fleisch oder Eier) online eingekauft.

Lebensmittel im Internet: Kauf und Kaufinteresse

Urlaubszeit = Auszeit vom Internet!

In Deutschland haben fast alle Bundesländer Sommerferien. Überall herrscht Urlaubsstimmung und Reiselust. Und das gilt natürlich auch für die deutschen Internet-Nutzer: Neun von zehn der im April/Mai befragten Online-Nutzer planten in naher Zukunft eine private Urlaubsreise.

Im Urlaub fällt den Onlinern der Abschied von »ihrem« Internet überraschend leicht: Die große Mehrheit der Befragten (über drei Viertel) gibt an, das Internet während des Urlaubs weniger als sonst oder gar nicht nutzen zu wollen.

Geplante Internet-Nutzung während der nächsten privaten Urlaubsreise

Google Glass eher skeptisch bewertet

In einer Informationsgesellschaft ist die Bedienung von Computern von zentraler Wichtigkeit. Die Verbreitung von PCs, Laptops, Tablets und Smartphones wurde durch grafische Benutzeroberflächen, Sprach- und Schrifterkennung sowie Touch-Displays in den vergangenen Jahren stark beschleunigt. Eine weitere Revolution soll nun die Datenbrille Google Glass verursachen – und den Bildschirm gänzlich überflüssig machen. Wird die Rechnung aufgehen? Nur bei entsprechender Nachfrage, wie die Ergebnisse der 36. W3B-Studie zeigen.

Das Interesse an Google Glass seitens der deutschen Internet-Nutzerschaft aktuell eher verhalten. So schätzen immerhin 3 % der Befragten die Datenbrille als »ausgesprochen interessant« ein, wollen sie schnellstmöglichst kaufen. 29 % finden sie »interessant« und würden sie gern einmal ausprobieren. Diesem Drittel an Google Glass-Interessenten stehen insgesamt knapp 50 % gegenüber, die das Gerät »nicht besonders interessant« oder »überhaupt nicht interessant« finden. Jeder Fünfte ist über Google Glass nicht informiert und hat sich bislang noch keine Meinung gebildet.

Verhaltenes Interesse an Googles Datenbrille

Jeder sechste für Paid Content zahlungsbereit

Viele deutsche Verlagshäuser demonstrieren mit aller zur Verfügung stehenden Macht: Print goes Digital! Eine zentrale Frage dabei ist: Gehen die Leser bei Paid Content auch mit?

Die Erfahrungen der Vergangenheit haben gezeigt, dass bei der digitalen Wertschöpfung via Paid Content für redaktionelle Inhalte viel Fingerspitzengefühl gefragt ist. Die deutschen Internet-Nutzer haben sich längst an kostenfreie Inhalte gewöhnt. Nun gilt es, zahlungsbereite Zielgruppen zu identifizieren und ihnen die »richtigen« digitalen Inhalte anzubieten.

Jeder Dritte liest seine Zeitungen und Zeitschriften ausschließlich digital

Jeder dritte deutsche Internet-Nutzer liest die Zeitungen und Zeitschriften, die er regelmäßig konsumiert, inzwischen nur noch digital! Trotz »Mobile-Boom« kommt dabei stationären PCs sowie Laptops die größte Bedeutung zu: 28 % der befragten Internet-Nutzer lesen auf diesen Geräten »ihre« Zeitung bzw. Zeitschrift. Es folgen Smartphones bzw. Internet-Handys mit 15 % und Tablets (z. B. iPads) mit 13 %.

Lesen von redaktionelle Inhalten auf PCs, Tablets und Smartphones

Nutzerverhalten im Internet: Amazon, Google, Facebook, eBay und Apple

Die Machtpositionen der fünf prominenten Internet-Giganten Amazon, Google, Facebook, eBay und Apple werden von vielen Marktteilnehmern bewundert – und von manchen gefürchtet. Auch private Internet-Nutzer befassen sich durchaus mit der (Über-)Macht der AGFEAs, so das Ergebnis des W3B-Reports Trends im Nutzerverhalten. Während die meisten die Vormacht von Amazon, eBay und auch Google für unbenklich halten, löst die dominante Stellung von Facebook bei vielen Unbehagen aus.

How Big is Beautiful?

Das Ergebnis: Die Internet-Nutzer, die zu diesem Thema eine klare Position beziehen, sind in der deutlichen Mehrheit. Dabei zeigen sie gegenüber den einzelnen Unternehmen differenzierte Einstellungen. Nur wenige haben sich keine Meinung gebildet oder weisen eine neutrale Haltung auf.

»Überrascht hat uns die vorwiegend positive Einstellung der Internet-Nutzer gegenüber der Vormachtstellung der führenden Internet-Unternehmen«, so Holger Maaß von Fittkau & Maaß Consulting. Allein Facebook stellt eine Ausnahme dar. Hier gehen die Meinungen am unterschiedlichsten: Insgesamt 45 % der befragten Internet-Nutzer geben an, dass sie die führende Rolle Facebooks unter den sozialen Netzwerken als Besorgnis erregend empfinden (15 % nehmen sie als »bedenklich«, 30 % als »sehr bedenklich« wahr). Ungeachtet der hohen Reichweite führt Facebook somit die Rangliste der untersuchten Unternehmen an, deren Führungsrolle aus Nutzersicht kritisch beurteilt wird. Lediglich ein Viertel der Befragten stuft die Machtposition des Netzwerks eher positiv ein.

Bewertung der Führungsrolle von Facebook, Apple, Google, Amazon und eBay

Kaufentscheidungen und Touchpoints

Die Kommunikation mit Interessenten und Kunden im Internet wird immer vielfältiger. Neben unternehmenseigenen Websites, Webshops, Blogs und Newslettern etablieren sich mobile Websites, Android/iPhone-Apps, Facebook, Twitter und YouTube als weitere digitale Berührungspunkte.

Doch welchen Beitrag können die einzelnen Touchpoints im Hinblick auf die Kommunikations- und Vertriebsziele leisten? Dies hängt zum einen von der Produktgruppe, zum anderen sehr stark von den Einstellungen und Verhaltensweisen der Ziel- und Kundengruppen ab, welchen Erfolgsbeitrag die verschiedenen Touchpoints leisten können.

Augmented Reality im E-Commerce

Für viele E-Commerce-Experten liegen die Vorteile von »Augmented Reality«, der Technik der »erweiterten Realität«, auf der Hand: Sie sehen in der Möglichkeit, Produkte online besser erlebbar zu machen, enorme umsatzsteigernde Potentiale. Andere dagegen bewerten Augmented Reality lediglich als kostspielige technische Spielerei ohne nennenswerte verkaufsfördernde Effekte.

Internet-Nutzung auf dem Smart TV

Smart TVs bzw. internetfähige Fernseher sind heute in deutschen Wohnzimmern keine Seltenheit mehr. Doch nur die wenigsten werden tatsächlich für die Online-Nutzung eingesetzt, so das Ergebnis des neuen W3B-Reports »Smart TV – Fensehen der Zukunft?«. So »smart« die Funktionen der modernen Fernseher auch sein mögen, ihre Rolle als Internet-Zugangsgerät ist derzeit noch von geringer Bedeutung.